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Die Kraft der Glut

( eine Zwischennotiz )

„Wunschfeuer“

Mir ist´s kalt geworden. Schwer ums Herz und meine Schmetterlingsseele verblasst. Kalt weil Winterwetter und weil die Stimmung drückt. Blumenblütenpracht ruht.

Der Lichtschein der Feuerschale versinkt bald schon wieder im eigenen Schatten.

Gedankenschellen klirren den Geist fest- gefühlte Denk- Sprachverbote, Corona Körperfesseln dazu. Nur Ängste sind frei. Mein Wesen gerade wie im Schraubstock. Psychosomatische Attaken.

Zum Glück gibts meine ätherischen Öle. Allein.  (Unverletzlich-Schafgarbe? Halt-Vetiver! Gegen kleine Depression-Bergamotte. Mandarinen-Freude, heut.)

Es fehlen Begegnungen mit meinen Freunden, Motivation, Kraft, kleine lieb gewonnenen Freuden des Alltags teilen. Planungen zielen plötzlich ins Leere, das was gemeinsam bunt und schön war, ist einsam. Wann wieder Visionen?

Ich träume von einer Reise, wandern im Sonnenlicht- frei, das Neue zu erkunden, das mit allen Sinnen. Offen für Vielfalt.Was bedeutet schon frei? Was neu? Sehnsucht ist.

Gerade jetzt scheint nachdenken und nach Logik fragen fraglich. Gerade jetzt hinterfragen viele alle Systeme. Gerade erleben viele eine Unsicherheit. Und viele sind sicher, es muss sich etwas ändern! Aber wie & wohin?

Ich wünschte mir für 2021 Mut. Zum Handeln, zum Offen sein- ganzheitlich gesund sein- auch. Denn Erlebnisse der letzten Monate haben mir Dinge gezeigt, die ich nicht erwartet hatte. Mich nachhaltig traurig fragend machen. 

+ Der liebe alte Mann im Heim darf keinen Besuch bekommen, sein Betreuer rebelliert. + Ein Freund hat quasi Arbeitsverbot, trotz Abstand und aller Auflagen. + Eine Freundin hat ihren Job hingeschmissen, Mobbing am Arbeitsplatz. + Und wir alle hangeln uns mit Statistiken um Inzidenzien an Richtlinien entlang. +++ Wohin? Alle fragen etwas und viele auch einfach nur sinnig mal: „Warum“. 

Ich auch habe an vielen Stellen nach einem „Warum“ gefragt, das hat mir u.a. eine einprägsame „rote Karte- Notiz“ eingebracht. Muss nun Dinge tun die ich muss?!

Würde ich wohl an dieser Stelle mehr konkretes sagen- gäbe es vielleicht nächste „Repressionen“, an diversen Stellen wurde mir vermittelt- ein Austausch zu solchen und ähnlichen Dingen ist unerwünscht bzw. es sei besser zu unterlassen, z.T. rechtlich gedeckt. Puh. Systeme ändern sich. Aber aktuelles (subjektives) Eigen-Erleben, meine „Wahrnehmung“ und Reales gleicht sich offensichtlich. Ja und alte Erinnerungen tauchen auf:

Als Kind wurde mir im staatlichen Kindergarten der Mund verklebt, ich allein in ein anderes Zimmer versperrt. „Sprechverbot“ am Tisch.

Als Jugendlicher erhielt ich einen „Schultadel“, weil meine Aussage „…der Sozialismus hat auch Nachteile…“ den damaligen Führungskräften missfiel. „Denkverbot 1988“- Ok, dieser staatlich fehlgestaltete Sozialismus hat sich ein Jahr später selbst abgeschafft. (Die Idee war gut, war immerhin mal ein Konzept.)

Und Jahrzehnte später erlebe ich wieder eine Art kollektives Disaster, in einer kapitalistisch organisierten, kapital gesteuerten Demokratie. Mit scheinbaren Systemphrasen und zusätzlich gerade eingepassten „Pandemienotwendigkeiten“ … wird „anderes“ verpackt. 

Hierarchien, verirrte Machthaber, verwirrte Menschen, weltweites Erleben mit Verwunderung. Verknüfungen im Grossen und Kleinen und keiner fühlt sich im Einzelnen zuständig. Wer kann überhaupt wofür zuständig sein? Neulich hörte ich das Wort “ Transhumanismus“. Es lohnt sich nachzulesen!

Überforderung in der Überfülle unserer Un-Möglichkeiten. Ein stetiges industrielles Wirtschafts-Wachstum, wird beschönt als Heil verkauft. Unheil verpackt in Worthülsen. Ich benutze das Wort „Willkür“, erkenne Fassetten davon in vielem. Potential zum stetigen Kopfschütteln und Achselzucken?! Fragen stellen um Antworten zu erhalten!

Was ich bisher erlebte- gibt Unsicherheit ohne Antworten wohin es gehen kann. Gibt’s eine Vision? Ideen? „Um-welt“? „Welt“! Ich lese von „Soziokratie“, diversen „Aussteigern“, „Permakultur“ und neuen „Lebens-Kommunen“, wären das machbare Modelle, Modelle für alle?

So sieht es gerade in mir aus. Das nehme ich wahr in einer Welt um mich herum. Ich mich zurückziehen? Schweigen?

Ein Graben tut sich auf. Gräben zwischen Familien, Freunden, Kollegen. Menschen möchten oder können sich nicht positionieren oder suchen nach Position. Denn klar, es gibt Abhängigkeiten- das soziale Umfeld, im Job, wegen Geld zum Überleben, weil individuelle Charaktere.

Andere demonstrieren, ich nicht- aber ich bewundere die!! Ich bin nicht mutig genug. Aber ich will nicht mehr nur schweigen. Ich suche Austausch. Und: darum schreibe ich. 

Es gibt eine sichtbare Verschiebung- wer Macht hat, macht davon Gebrauch. Auch Worte haben Macht. Ein toller Freund hatte sogar eine Radiosendung initialisiert, einen Versuch, sich Gedanken zu machen. Ich habe Bewunderung für Macher! Schön immer, das hat mich geprägt. Menschen die für Werte einstehen.

Und ich persönlich sehne mich nach Logik. Ich sehne mich nach Freundlichkeit. Ich sehne mich nach einem klugen, behutsamen, kollektiven Versuch, neu zu denken, einfach miteinander ehrlich zu sein. Liebevoll.

Ich komme darauf zurück: ich möchte das sich endlich etwas bewegt. In Zeiten der Bewegungslosigkeit ein vielleicht zu grosser Wunsch. Obwohl nein, alles ist in Bewegung- nur die Richtung bestimmen WIR.

Heute ein neuer Lock Down. Zeitenwende, bitte komm! Fast komisch, „Illusion“ klingt doch auch irgendwie auch nach Licht- also dann. Licht an! Beleuchten wir was uns ausmacht. Scheinwerfer für den Weg …mutig geradeaus.

Und ja, ich weiss vom Licht, der Glut des Feuers , der Fackel, der Idee_ ich kenne und fühle sie. Habe es vielmals erlebt, wenn Menschen Gedanken teilten. Ich habe im Osten authentische Menschen und eine Wendezeit erlebt.

Ich erlebe Personen & Freunde, viele halten zusammen, sind kreativ und kraftvoll im Austausch. Viele spenden zur Zeit digitale Liebe und lassen sich nicht unterkriegen! 

Viele hoffen bald wieder auf mehr Begegnung im realen, denn das ist „Menschsein“. Darf das unterbunden werden? Zu welchem Preis? Austausch ohne Sinne? Da fehlt: Wärme, Geruch und „Energie“.

Und ich muss schnell wieder Reisen können! Reisen bildet. Übersetzt Kulturen. Wir hoffen wieder Kultur zu erleben, Kultur ist Geistes- Nahrung. 

Ich selbst hoffe, das die Blumenläden wieder öffnen oder die Gärten erblühen. Doch ja, noch ist frostige Kälte, überall, es wäre schade … „wenn bald alles erfriert“

So denke ich an Menschen die über Generationen hinweg Hoffung als Motor erkannten, ringen, um Dinge zu verändern. Schriftsteller der Aufklärung. Maler. Philosophen… ganz normale Menschen.

So möchte ich meine Achtung vor diesen Menschen hier kundtun, die aktiv gestalten und verändern. Ich selbst erinnere an Licht und Wärme_ wenn auch nur für einen Moment. Wenn ich damit kurz Kraft spenden, einen Funken überbringen kann, darf ich Teil des Prozesses sein. 

Danke fürs Denken!

„Engel als Fackelträger“

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