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Eine Ostergeschichte

Es war wohl einer dieser frühen Frühlingstage, wo der Windhauch die dünnen Ästchen der Haselnuss schüttelt, die Würmchen daran ihren ersten staubgelben Pudersamen auf die Knospen am Strauch pusten. Narzissen und Krokusse leuchten wie Farbkleckse unter einer dicken, aus dem letzten Jahr liegen gebliebenem Laub hervor. Und tausende Schneeglöckchen säumen einen Teppich gleich, den Eingang zum Waldesrand.

Da hinein schlenderten Hand in Hand die kleinen Freundeskinder, mit geschnürtem Lederschuh und dicken Socken bis zum Knie. Die wollige Pudelmütze auf dem Kopf, und das lockige Haar darunter krabbelt sich zurecht, ein Strahlen in den Wangen und mit den Augen voran. Die Mäntelchen wehend weit offen, damit der Wind auch die Arme streichelt. Große Schritte durch den Waldboden, den Weg entlang, über das Knistern der Ästchen. Das Grün in allen Farben, vom Braun dominiert, und doch ganz hell und weit. Warm. Ein Spätnachmittag wo die Sonne schön tiefer, nah den hohen Baumkronen der alten Weisen, steht. Und doch, weil noch unbelaubt durch ihre rankelnden, tanzend scheinend und holzig mächtigen Baumarme, strahlt. Die herrlichen Sonnenstrahlen durchdringen alles was ist, die Bäume, den Boden, die Luft, die Seele, alledem was lebendig.

Und so spazierten die zwei, zeitvergessen die Wege am Feldrand entlang, um die Ecke an großen Feldsteinen, den Findlingen vorbei, ließen Wasserlöcher in der Ferne ihre malerische Schönheit, und den Rehen im Rudel ihre friedliche Nahrungssuche.  

An der letzten Ecke tief im Wald, an der äußersten Kreuzung an einer Lichtung warf die Sonne einen besonders wärmenden Lichtkegel ins Gras. Hier war der rechte Platz, sich auszuruhen. Es sollte ein kurzer Moment sein. Hinsetzen, atmen- glücklich das Wetter geniessen, bevor es nach Hause geht. Und die beiden ließen sich fallen, ins Moosbett.

Ganz in ihrer Achtsamkeit versunken nahmen sie neben sich einen alten, riesigen Baumstumpf wahr. Gigantisch, die abgebrochenen Zacken ragten in den Himmel. Einer Festung gleich. Und drum herum Aufgetürmtes, wie braunes Sägemehl, aber grob, sandig, mit vielen kleinen Hügeln und… es bewegte sich.

Es war ein Waldameisenhügel.

Natürlich erkannten sie den sofort, wohl jeder kannte so etwas. Und die beiden hatten einiges darüber gelernt, wussten vieles. Hörten von den guten Dingen die Ameisen herstellen, hörten deren Besonderheiten, lernten dass es richtige Völker mit Strukturen gibt, Königinnen, Arbeiter, Soldaten. Und wussten auch, diese waren selten geworden in einer Zeit, wo andere Werte natürliches zerstören. Aber so richtig nah gekommen waren sie so einem mächtigen Ameisenhaufen noch nicht.

Ganz ungestüm, mutig und dennoch ganz zart, näherten sie sich mit Augen, Nasen und Ohren – mit all ihren kindlichen Sinnen diesem Hügel… wollten genau hinsehen. Und aus der Fläche wurde eine kleine Welt. Sie sahen Wege und Tunnel, Schächte und Berge. Und Gewimmel. Und mit ihren kleinen Fingerchen schoben sie einige Blätter hinweg. Und eine Fingerkuppe berührte einen trockenen Grashalm, ein altes Buchenblatt.

Und plötzlich fiel ein Strahl der langsam untergehenden Sonne auf den Ameisenhaufen, genau auf das was unter dem Blatt hervor trat. Es blitzte den Beiden entgegen, ein Reflex der  auffunkelte, kurz wie ein Regenbogen Pfeil in den Blick  stach. Heraus aus dem Einheitsbraun des mächtigen Hügels. Was war das? Ein Glasstückchen?

Es war ein einzelner Schmetterlingsflügel! Der schimmerte. Der still bunt leuchtete.

Schweigend setzten sich die Kinder vom Wunder staunend betört noch näher an diese Stelle. Und als sie die Augen schlossen und ihre Gedanken befragten, wie dieser Flügel dahin gekommen sein mag, hörten Sie in sich eine Geschichte.

*

Die Geschichte vom verlorenen Schmetterlingsflügel

Es war einmal ein Schmetterling. Dieser Schmetterling zog wie viele zu seiner Zeit hinaus in die Welt und eben in diesen großen Wald. Auf der Suche nach seinem Glück, das besondere zu finden. Und wie er da so durch die blühende Landschaft flatterte, fiel im plötzlich dieser riesige Ameisenhaufen auf. Und auch er hatte von seiner Besonderheit gehört, den Dingen was sie tun und wie nützlich sie seien.

Und da entschied er, bei denen zu bleiben, in ihrer Nähe. Und ganz wie seine Natur und der Hofstaat es ihm aufgetragen hat , tat er sein bestes, mit seinem Wesen flatterte er in seinen schönsten Farben um den Ameisenhaufen herum. Er verzückte jeden Wanderer und lud diese ein, sich das Wunder des Ameisenhaufens behutsam zu betrachten. So mehrte er die Berühmtheit dieses einen Volkes im Wald. Und das tat er mit allem Glück, hatte er doch auch für sich eine Art Heimat gefunden, eine Aufgabe und Sinn. Und der Schmetterling freute sich über das Wachsen des Haufens und erlebte die Zeit aus seiner Sicht. Und der Ameisenhügel gab ihm einen eigenen Namen und verbannt sich sehr eng mit ihm. Und lange ging alles gut, es kamen Sommer und Winter. 

Und wie es ist kam über die Zeit, auch Veränderungen. Manchmal musste er sich inzwischen auch ausruhen, setzte sich flatternd auf dem Ameisenhaufen nieder. Und so kam er mit einigen über Manches in Austausch. Sie sahen sich an und kamen sich nah. Nur mit der Verständigung war es natürlich etwas schwieriger, weil die Schmetterlings- und Ameisensprache sehr ungleich sind. Was natürlich nicht schlimm ist, man musste sich nur etwas Mühe geben, sich verstehen zu wollen.

Und so entstanden Begegnungen, es gab wahrhafte Gespräche. Es war interessant und bereichernd – die unterschiedlichen Geschichten zu hören. Der Schmetterling erzählte von der Welt da draussen und die Ameisen von der unerschöpflichen Welt da drinnen. 

Die Königinnen wechselten und irgendwann entschied man, dass der gelobte Schmetterling nicht mehr so viel im Außen flattern solle. Also berief man ihn in den Staat. Das ging nicht sehr gut. Wo sollte er mit seiner Art, Form und Lebendigkeit hin. So anders mit seinen Flügeln. Nein, auch einige der großen Ameisen haben Flügel, auch die Wächter. Aber andere. Auch die Königinnen haben Flügel. Aber diese sind nicht so sperrig, leuchtend bunt und liegen eher flach am Körper.

Ausserdem gewann der Schmetterling durch seine Veranlagung hoch fliegen zu können auch Einblicke aus Sphären, welche manch Ameisen Königin wohl nicht erreicht. Soll er wirklich einen anderen Blick haben? Wollten die Königinnen selbst am meisten leuchten? Der Schmetterling hier sollte so besser nicht sein, so dachte man.

Also beschloss man, dem Schmetterling seine Flügel zu nehmen. Und wie man sich dann dessen Körper besah, dachte man- ja, ohne Flügel könnte der Schmetterling in unserem Ameisenbau auch als grosse Ameise durchgehen. Wer merkts? Gedacht, getan.

So lag nun der Schmetterling ohne Flügel mal froh, mal traurig in seiner gefundenen Welt, die er vorher nur von außen kannte. Er versuchte sich mitzuteilen. Aber natürlich wollte man selten wissen, warum der Schmetterling ohne Flügel war. Jeder hatte seine Aufgaben und Wege, die viel zu oft irgendwann Tunnel werden. Man verlor sich.

Seine Flügel hatte man versteckt, denn sie waren wie bunte Spiegel. Manchmal kam es vor das sich einige Ameisen darin betrachteten. Es wurde gemunkelt, das dieses etwas in ihnen auslöste. Manchmal leuchten auch die Farben kurz durch die Gänge. Aber die Wächter und Königinnen wollten die Flügel versteckt wissen. Es schien oft eine magische Gefahr davon auszugehen. Waren es die fremd schillernden Farben, war es die Art eines Spiegels der Erkenntnis, Angst vorm reflektieren oder gar eine Art Märchen-Zauberspiegel? Der Schmetterling jedoch wusste das alles nicht, war er doch bemüht, ameisengleich zu sein. Und manchmal kam es vor, dass nur durch seine etwas andere Statur er die Wege der Ameisen kreuzte, man sich mit ihm austauschte und seine Geschichten hören konnte. So hatte er lange Zeit seine neue Bestimmung gefunden, tat was zu tun war. 

Bis irgendwann zu dem Tag, als alles änderte. Der Schmetterling erinnerte sich an seine Fähigkeiten. Es war ein Impuls aus seiner goldenen Mitte, denn sein Herz hatte er behalten. Und er entsann sich seiner ureigenen Kraft, seiner Magie, die ihm geschenkte Natur und einzigartigen Möglichkeiten.

Und so entschied er, sich zu verpuppen. Und er tat was er tun musste.

Über die Zeit spann sich ein unendlicher, feiner Faden um ihn herum. Ganz fest und haltbar, getränkt mit ewigem Wissen und Weisheit. Und dieser verwebte Faden machte das schützende Kokon. Im Inneren erwärmt vom Herzensfeuer und dem Geiste, vertrauen zu können, und dem Wissen, dass es eine Bestimmung für Schmetterlinge gibt.

So lies sich der flügellose Schmetterling in seinen Kokon, in seine eigene Welt inmitten des Ameisenhaufens vertrauensvoll fallen. 

Und als sie Zeit gekommen war – entfaltete der Schmetterling seine neuen Flügel.

Kraftvoll- leuchtend- bunt. Und flog mutig davon, in wärmende Sonnenstrahlen hinein.

*

Die Kinder öffneten ihre Augen. Rosa Wölckchen im Kornblumenblau des Himmels verrieten den nahenden Abend und sie liefen schnell nach Hause.

Angekommen erzählten sie der Grossmutter was sie erlebt hatten, von dem gefundenen Schmetterlingsflügel und der Geschichte in ihrem Tagtraum.

Und die Grossmutter nahm die Kinder an die Hand. Sie ging mit ihnen in die uralte Stube. In der Ecke am Fenster steht ein kleiner Hausaltar mit schönen Dingen.

Und im Fensterrahmen, am alten Holz, neben einer kleinen Madonna, hängt etwas.

Und da sahen sie es. Sie erkannten es beim genauen betrachten.

Es ist ein Schmetterling. Er hat zusammengeklappte Flügel. Braun und ruhig. Im Innen sieht man prächtige Farben, sein Leuchten, dieses schöne Natur Wunder.

Und die Grossmutter sagt: „ Er schläft noch, es ist ihm noch zu kalt, … aber bald!“

Denn es ist Ostern. 

Und die Zeit für den Schmetterling wird kommen.

Und als sie die etwas enttäuscht-traurigen Augen, mit neugieriger Erwartung der Kinder sah, fügte Sie leise liebevoll ein Zitat aus einem „Peter Pan“- Film hinzu: 

„ habt fröhliche Gedanken, denn sie heben Euch in die Lüfte “

Peter Pan
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Die Kraft der Glut

( eine Zwischennotiz )

„Wunschfeuer“

Mir ist´s kalt geworden. Schwer ums Herz und meine Schmetterlingsseele verblasst. Kalt weil Winterwetter und weil die Stimmung drückt. Blumenblütenpracht ruht.

Der Lichtschein der Feuerschale versinkt bald schon wieder im eigenen Schatten.

Gedankenschellen klirren den Geist fest- gefühlte Denk- Sprachverbote, Corona Körperfesseln dazu. Nur Ängste sind frei. Mein Wesen gerade wie im Schraubstock. Psychosomatische Attaken.

Zum Glück gibts meine ätherischen Öle. Allein.  (Unverletzlich-Schafgarbe? Halt-Vetiver! Gegen kleine Depression-Bergamotte. Mandarinen-Freude, heut.)

Es fehlen Begegnungen mit meinen Freunden, Motivation, Kraft, kleine lieb gewonnenen Freuden des Alltags teilen. Planungen zielen plötzlich ins Leere, das was gemeinsam bunt und schön war, ist einsam. Wann wieder Visionen?

Ich träume von einer Reise, wandern im Sonnenlicht- frei, das Neue zu erkunden, das mit allen Sinnen. Offen für Vielfalt.Was bedeutet schon frei? Was neu? Sehnsucht ist.

Gerade jetzt scheint nachdenken und nach Logik fragen fraglich. Gerade jetzt hinterfragen viele alle Systeme. Gerade erleben viele eine Unsicherheit. Und viele sind sicher, es muss sich etwas ändern! Aber wie & wohin?

Ich wünschte mir für 2021 Mut. Zum Handeln, zum Offen sein- ganzheitlich gesund sein- auch. Denn Erlebnisse der letzten Monate haben mir Dinge gezeigt, die ich nicht erwartet hatte. Mich nachhaltig traurig fragend machen. 

+ Der liebe alte Mann im Heim darf keinen Besuch bekommen, sein Betreuer rebelliert. + Ein Freund hat quasi Arbeitsverbot, trotz Abstand und aller Auflagen. + Eine Freundin hat ihren Job hingeschmissen, Mobbing am Arbeitsplatz. + Und wir alle hangeln uns mit Statistiken um Inzidenzien an Richtlinien entlang. +++ Wohin? Alle fragen etwas und viele auch einfach nur sinnig mal: „Warum“. 

Ich auch habe an vielen Stellen nach einem „Warum“ gefragt, das hat mir u.a. eine einprägsame „rote Karte- Notiz“ eingebracht. Muss nun Dinge tun die ich muss?!

Würde ich wohl an dieser Stelle mehr konkretes sagen- gäbe es vielleicht nächste „Repressionen“, an diversen Stellen wurde mir vermittelt- ein Austausch zu solchen und ähnlichen Dingen ist unerwünscht bzw. es sei besser zu unterlassen, z.T. rechtlich gedeckt. Puh. Systeme ändern sich. Aber aktuelles (subjektives) Eigen-Erleben, meine „Wahrnehmung“ und Reales gleicht sich offensichtlich. Ja und alte Erinnerungen tauchen auf:

Als Kind wurde mir im staatlichen Kindergarten der Mund verklebt, ich allein in ein anderes Zimmer versperrt. „Sprechverbot“ am Tisch.

Als Jugendlicher erhielt ich einen „Schultadel“, weil meine Aussage „…der Sozialismus hat auch Nachteile…“ den damaligen Führungskräften missfiel. „Denkverbot 1988“- Ok, dieser staatlich fehlgestaltete Sozialismus hat sich ein Jahr später selbst abgeschafft. (Die Idee war gut, war immerhin mal ein Konzept.)

Und Jahrzehnte später erlebe ich wieder eine Art kollektives Disaster, in einer kapitalistisch organisierten, kapital gesteuerten Demokratie. Mit scheinbaren Systemphrasen und zusätzlich gerade eingepassten „Pandemienotwendigkeiten“ … wird „anderes“ verpackt. 

Hierarchien, verirrte Machthaber, verwirrte Menschen, weltweites Erleben mit Verwunderung. Verknüfungen im Grossen und Kleinen und keiner fühlt sich im Einzelnen zuständig. Wer kann überhaupt wofür zuständig sein? Neulich hörte ich das Wort “ Transhumanismus“. Es lohnt sich nachzulesen!

Überforderung in der Überfülle unserer Un-Möglichkeiten. Ein stetiges industrielles Wirtschafts-Wachstum, wird beschönt als Heil verkauft. Unheil verpackt in Worthülsen. Ich benutze das Wort „Willkür“, erkenne Fassetten davon in vielem. Potential zum stetigen Kopfschütteln und Achselzucken?! Fragen stellen um Antworten zu erhalten!

Was ich bisher erlebte- gibt Unsicherheit ohne Antworten wohin es gehen kann. Gibt’s eine Vision? Ideen? „Um-welt“? „Welt“! Ich lese von „Soziokratie“, diversen „Aussteigern“, „Permakultur“ und neuen „Lebens-Kommunen“, wären das machbare Modelle, Modelle für alle?

So sieht es gerade in mir aus. Das nehme ich wahr in einer Welt um mich herum. Ich mich zurückziehen? Schweigen?

Ein Graben tut sich auf. Gräben zwischen Familien, Freunden, Kollegen. Menschen möchten oder können sich nicht positionieren oder suchen nach Position. Denn klar, es gibt Abhängigkeiten- das soziale Umfeld, im Job, wegen Geld zum Überleben, weil individuelle Charaktere.

Andere demonstrieren, ich nicht- aber ich bewundere die!! Ich bin nicht mutig genug. Aber ich will nicht mehr nur schweigen. Ich suche Austausch. Und: darum schreibe ich. 

Es gibt eine sichtbare Verschiebung- wer Macht hat, macht davon Gebrauch. Auch Worte haben Macht. Ein toller Freund hatte sogar eine Radiosendung initialisiert, einen Versuch, sich Gedanken zu machen. Ich habe Bewunderung für Macher! Schön immer, das hat mich geprägt. Menschen die für Werte einstehen.

Und ich persönlich sehne mich nach Logik. Ich sehne mich nach Freundlichkeit. Ich sehne mich nach einem klugen, behutsamen, kollektiven Versuch, neu zu denken, einfach miteinander ehrlich zu sein. Liebevoll.

Ich komme darauf zurück: ich möchte das sich endlich etwas bewegt. In Zeiten der Bewegungslosigkeit ein vielleicht zu grosser Wunsch. Obwohl nein, alles ist in Bewegung- nur die Richtung bestimmen WIR.

Heute ein neuer Lock Down. Zeitenwende, bitte komm! Fast komisch, „Illusion“ klingt doch auch irgendwie auch nach Licht- also dann. Licht an! Beleuchten wir was uns ausmacht. Scheinwerfer für den Weg …mutig geradeaus.

Und ja, ich weiss vom Licht, der Glut des Feuers , der Fackel, der Idee_ ich kenne und fühle sie. Habe es vielmals erlebt, wenn Menschen Gedanken teilten. Ich habe im Osten authentische Menschen und eine Wendezeit erlebt.

Ich erlebe Personen & Freunde, viele halten zusammen, sind kreativ und kraftvoll im Austausch. Viele spenden zur Zeit digitale Liebe und lassen sich nicht unterkriegen! 

Viele hoffen bald wieder auf mehr Begegnung im realen, denn das ist „Menschsein“. Darf das unterbunden werden? Zu welchem Preis? Austausch ohne Sinne? Da fehlt: Wärme, Geruch und „Energie“.

Und ich muss schnell wieder Reisen können! Reisen bildet. Übersetzt Kulturen. Wir hoffen wieder Kultur zu erleben, Kultur ist Geistes- Nahrung. 

Ich selbst hoffe, das die Blumenläden wieder öffnen oder die Gärten erblühen. Doch ja, noch ist frostige Kälte, überall, es wäre schade … „wenn bald alles erfriert“

So denke ich an Menschen die über Generationen hinweg Hoffung als Motor erkannten, ringen, um Dinge zu verändern. Schriftsteller der Aufklärung. Maler. Philosophen… ganz normale Menschen.

So möchte ich meine Achtung vor diesen Menschen hier kundtun, die aktiv gestalten und verändern. Ich selbst erinnere an Licht und Wärme_ wenn auch nur für einen Moment. Wenn ich damit kurz Kraft spenden, einen Funken überbringen kann, darf ich Teil des Prozesses sein. 

Danke fürs Denken!

„Engel als Fackelträger“

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Wahrheit oder Wahrhaftigkeit? Ein Plädoyer fürs Hinsehen.


Wie so oft ging ich heute spazieren. Ich traf eine Freundin, wieder und wieder zum philosophieren. Schön, Gleichgesinnte zu treffen, gerade in diesen Zeiten, und überhaupt auch sonst. Gleichgesinnt meint nicht gleichgeschaltet. Aber mutig genug, sich Fragen zu stellen, über Dinge die sind, wenn man sehen will.Der Mittag war schwanger, von Sonne und leuchtendem Winterherbst. Müder Wind tänzelte Blätter am Parksee auf. Hütten und Cafés geschlossen, Menschen die es geniessen. Ruhe und Weite und weiteres. Und einem kreativen Luxushotel entlockt man nebenbei und unverstellt Köstlichkeiten aus Orange, Nuss und Können. Feine Fertigkeit mit dem Wunsch, Gäste zu verzaubern, weil Zauber fehlt. So Glitzern im Gespräch mit dem Mann davor all unsere Augen und wir sehen was Freude bringt, kurzweilig Freunde sein lässt. Schöner Moment. Und dann gingen wir weiter. Neben der Parkbank eine fast zärtlich sich zum Gebüsch hin verrenkende Maus, die wohl auch nur Nahrung sucht. In der Sichtachse golden thront unsere Berliner Goldelse auf der Siegessäule. Ja!

Wir sprachen.Was ich in mir trug waren Erfahrungen, Erlebtes aus Wochen und Tagen zuvor. Unschöne Erinnerungen, Dinge die mich beschäftigen. Was meine Gegenüber mir in anderen Dingen auch schilderte und wir vernehmen es von wahren Freunden auch. Freunde tun so gut. Erst neulich schrieb mir jemand ein Zitat , einer Art dieser digitalen inflationären Nervsprüche und doch war dieser voller Liebe fürs Mensch sein… auch ein Appell! Ich erinnere mich: „ zwei Tiere gehen miteinander spazieren, fragt das Eine das Andere… was ist wichtiger- der Weg oder das Ziel? Antwort: der mit dem Du gehst, dein Begleiter. “ Wunderbar! 

Wir gingen also.Ich erzählte eine Beobachtung, neulich am See auf dem Land. Ein Fischer deutet mir das Schauspiel. Ein schöner roter Milan, Jagdvogel, seine eingespitzte Schwanzfeder und der kraftvolle Flug. Er umkreiste sein Nest. Und dann waren da zwei Krähen, mürrisch, laut, plump um Aufmerksamkeit bemüht. Plötzlich wilder Angriff. Die Krähen den Milan?! Sollten diese ollen Krähen eine Chance haben? Der Fischer erzählte es- die Krähen halten zusammen. Eine lenkt ab, streitet mit dem schönen Vogel und die andere zerstört das Nest des Milan. Natur so hart? Jetzt verstand ich es „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“. Ja- so ists. Das ist was uns u.a. die Wende und Nachwendezeit leerte, was politische und wirtschaftliche Strukturen, Hierarchien bis heute hervorbringen. Oftmals sich gut getarnt im Alltag zeigt.

Ist das Natur gegeben? Ist es nun richtig oder falsch? Sind Gesetzmässigkeiten richtig? Was meint richtig oder falsch, was ist „wahr“? Und vor allem treibt uns die Frage nach WAHRHAFTIGKEIT. Welche Rolle nimmt ein jeder selbst dazu ein, wie gelingt es, Wahrhaftig (Definition?) zu sein?

Wir kommen ins Diskutieren. Endlos, herrlich. Zeit, nach Definitionen zu gründen, Definitionen braucht es.Nur dann verstehen wir langsam alle, wovon wir sprechen, wenn um Gespräch bemüht.Und natürlich kann man nur einladen, sich Gedanken zu machen, sich eigene Gedanken zu machen! Dinge wurden nur verändert durch neu denken, wollen. Zuvor muss man Hinsehen, Hinfühlen, Hinterfragen. Wir erleben in unserem Umfeld eine Spaltung. Verhärtete Meinungen, verhärtete Argumente. Die Idee, ganz neues zu schaffen wie schon in Goethes „Faust“ literarisch angelegt, scheint eine weite Utopie oder bleibt verkleidet im Wohlstandsgesäusel. Und ja dieses ist was mich mitunter selbst einlullt. Ich schäme mich selbst oft, bequem geworden zu sein, statt zu rebbelieren für freien Geist, wie grosse Künstler aller Zeiten.Und daher tut dieser Spaziergang und das Reden und freie Denken so gut.

Gut was noch geht. Im Privaten, in Deutschland. Gerade in der Vorweihnachtszeit, den Weihnachtstagen mit der biblischen Geschichte im Hintergrund und dem folgend kommenden Jahr, könnte es doch eine gute Zeitschleuse sein, wirklich zu REFLEKTIEREN. Mutig, ehrlich, authentisch zu sich selbst. Die Idee – in den Spiegel zu schauen. Schön!Und was dann an inneren Antworten auf alle Fragen zur Zeit, zur Gesellschaft, zum Arbeitsumfeld, zum Privaten, alle den Dingen auftauchen wird, könnten im besten Falle Anfänge sein… WAHRHEIT und WAHRHAFTIG zu deuten.

Wir auf unserer Sonntagsbank wünschen uns diesen eigenen Weg.Und ich wünsche mir diesen für meine Begleiter im Leben. Gestallten wir neues- miteinander!

Es war ein „krasses Jahr“! Was kommt wird anders.

Dieses Jahr wurde mit mir ein Interview geführt, welches nächstes Jahr im Kontext eines neuen, sinn-vollen Projekts erscheinen wird. „Der Aroma Seismograph“ Darin schaffte die begnadete Autorin Verena Kleinselbeck in fast therapeutischer Weise, mir Aussagen und Selbstreflektionen zu entlocken. Dinge die mir selbst erst so bewusst wurden. 

„ Wer mäandert ist bereit, verschlungene Pfade zu betreten… . Mäandern, das heißt den Schleier zu lüften und Wahrheiten ins Auge zu sehen. Es ist die unbedingte Hingabe an das Innehalten… . Im imaginären Fernglas siehst Du Dich selbst in ganzer Schönheit –fernab von kalkuliertem Denken, jenseits der Norm. Der Kompass? Bist Du.“ 

Und weil alles nicht neu ist, schreibe ich auch hier nochmal dieses Zitat aus einer früheren Zeit. Ein Plädoyer fürs Hinsehen:

„Jedes Naturgesetz das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres noch unerkanntes schliessen. „ Alexander von Humboldt ( 1769-1859 )

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Reminder zum Wohl-fühlen

Fundstücke, meine sogenannten „Goldies“ liegen vor Dir auf der Strasse oder lassen sich einfach entfachen, bringen Kraft, Wärme… Wohlgefühl.

Es sind Kastanien, die da lagen. Vom Wind von den Bäumen geweht.
Fast wie für mich hingeschüttelt – wie ich von den Stimmungen durchgeschüttelt.
Um mich herum Extreme _ nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Oder _ alles sehen, unausgesprochenes hören, mutig Kluges sprechen.
Was folgt ist oft Erschöpfung in Geist, Seele und Körper.
Für den Körper stärkende Kastanien, ein Geschenk der Natur.
Schnell im Netz gesucht: Kastanienbad selbst gemacht.
In der Küchenmaschine zerkleinert – wumswums lärmend.
Über Nacht im Wasser Glas, tags darauf kurz aufgekocht durchs Sieb … ins Badewasser, aus dem ich dann wohlig geflegt entsteige.
In der Phantasie wie neu geboren, die Haut glatt, Haare fein gelockt.
Und danach eine klitzekleine Ruhephase, Tag reflektiert.
Trennung von Last und Lust.
Die Kastanien scheinen fast ritterlich formend, kräftigend zu wirken, den Geist zu reinigen … wer weiss … aber gut fühlt es sich an. Versuchs!

Und wenn das Gefühl des – ich brauche „hyqge“ – sich einschleicht, mehr noch , dann das was das dänische Wort so auf den Punkt und allumfassend beschreibt –
wir meinen es mit „Wohlfühlen , Nähe zu sich selbst , Entspannung“ … dann hilft es nichts: noch eins dazu! Ja, es braucht ein Mehr an Licht und Wärme und Duft. Gute Düfte für die Stimmung _ wieder ätherische Öle. Dieses Mal anders.
Golden leuchtet es – fast Lagerfeuer gleich, und ein Duft die Seele liebkosend.
Gefunden: die „UpCandle“ Kerzen _ ja mit feinen ätherischen Öle Mischungen.
Damit diese nicht verbrennen, der Docht ein Birkenspan – spannend.
Und dieses StartUp hauptsächlich mal von Männern gemacht.
Ästhetik und Sinn – sinnliches Vergnügen , auch wenn man allein ist.
So fackelt leise knisternd etwas nur für uns und spendet Zuversicht.
Aus Zuversicht erwächst Kraft und daraus wachsen Visionen.

Für Neues.

Verändere Deinen Moment zu Deinen Gunsten,
um für Dich zu schöpfen aus der Natur,
für andere natürlich da zu sein.
Lock Down im Aussen
– Schlüssel fürs Innen!

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Exit Strategie

Monat 10 des Jahres 2020

Ich habe einen neuen Laptop.
Das Akku meines Handys schaltet sich mittlerweile nach wenigen Stunden selbst ab.
Ich kenne inzwischen Zoom, Teams und andere digitalen Formate.
WhatsApp das Allheilmittel.

Meine Freunde im Ausland habe ich seit einem Jahr nicht gesehen.
Mir fehlt das Wetter, das Licht, der mediterrane Duft einer fernen Insel.
Mitbewohner nerven sich gegenseitig, einer zuviel ist schnell einer zuviel.
Homeoffice, blockierte Räume. Raum muss gesucht oder geschaffen werden.
Museumsräume begehbar, erlebbar fühlt sich für mich anders an.
Meine Brille beschlägt zwischen den Zeitslot-besuchern.
Die Berliner Alte Nationalgalerie hat sich mit “ Dekadenz und dunkle Träume „, eine Ausstellung zum Belgischen Symbolismus wohl auch anderes vorgestellt.
Ich frage mich nach den Symbolen unserer Jetzt-Zeit!?

Und keine Liebeleien daheim und nicht draussen, kein Feiern. Was macht die Jugend?
Körperlich verebbt, alles was still und leise, zart und liebevoll, schön wäre.
Was ist mit Nähe im allgemeinen, was sind Freunde, sogenannte Haushalte?
Familie, Familien suchen nach Urlaubsorten.
Orte sind flüchtig.
Zeiten sind flüchtig.
Unpersönliche Rauheit.
Freundlichkeit?

Rauhaut im Alltag. 
Wirtschaft spürt Druck. Druck wird verteilt.
Wie führen Führungskräfte-Vorgesetzte setzen Massstäbe?
Wer sind unsere Führer/innen in dieser Zeit?
Kann Kommunikation- wir von allein ohne echtes Gegenüber kommunizieren?
Es gibt wohl keine Nichtkommunikation.
Welche Sprache sprechen wir ohne uns in die Augen zu sehen?
Wer behütet was und wen, was wird wie gewollt?
Wohin mit Strukturen. Alles aufgebrochen. 
Ich höre dröhnende Porsche.
Ich höre donnernde Mähdrescher.

Flucht aus dem Alltag.
Das Herbstlaub ist golden.
Die untergehende Sonne goldig im Waldseewasser.

Eine kleine Spielerei.
Und warum? Mein Oktobertext fehlte noch.
Aber ich bin ein Mensch. Bin selbst zwischen diese Zeitendinge geklebt.
Habe ich nicht neulich noch gesagt “ Oktober- ein Kaleidoskop der Gefühle“? Ja.
Wem da draussen geht es wohl ähnlich. Unruhige Zeiten.

In dieser Stimmung ein Film „Exit Marrakech“ von Caroline Link, der ist genau richtig, danke!
Und schon ist es da.
Eines von unseren, meinen unendlichen Möglichkeiten.
Flucht in wunderbare Erinnerungen.
Das sind diese „Goldies“- diese unbezahlbaren, wohl goldschimmernde Lebensperlen.
Unsere Lebensschätze_ grosse, kleine, oft unbeachtete.
Begegnungen, Flügelschläge, Momente.
Gestern bei mir eine Langohrfledermaus. Wie irre. wie wunderbar.
Und eben ganz wunderbar- meine letzte Auslandsreise in diesem Jahr.
Marrakech.
Es war wohl Februar. Noch bevor der LockDown kam, bevor alles begann und vieles endete.
Und als ich den Film zufällig sah, fielen mir diese- meine Erinnerungen wieder zu.
Ein Geschenk. 
Und meine Seele erhellte sich. Ich fühlte/fühle dankbares Glück.
Das möchte ich weitergeben.
Den Zauber.

Meine langjährige Freundin Claudia, Fotografin auch, begleitete mich.
Wir reisen einmal im Jahr zusammen irgendwohin, ohne unsere jeweiligen Partner/ Familie.
Wir erleben mit unseren freien Sinnen, spüren auf, sind einfach dort wo Raum für Sinne.
Und es war dieser späte Nachmittag. Im Februar in Marrakech.
Dicke Stadtmauern aus rotem Wüstensand.
Der Exit , das grosse Tor.
Wir gingen hindurch. Schauten dahinter.
Welten, Schritte nur entfernt.
Da war er, der Magier der Düfte verkauft.
Da war er, der mir in die Augen schaut. Kommunikation ohne Worte und ganz direkt.
Da war ich. 
Da durfte ich sein.
Da bin ich.
Jetzt.

So wir Ihr da draussen.
Wir finden die Goldstücke die uns zum lächeln bringen in uns. Erinnerungen im Moment.
Wir schöpfen Kraft und Kreativität aus Momenten.
Aus diesen erwächst neues.
Und vielleicht verzaubern uns Phantasien, zaubern Licht in Momente die dunkel scheinen.
Ha… im Dunkel scheinen- das ist eine tolle Herausforderung. 
Bleiben wir neugierig. Es klingt nach Kerze. Wärme, Licht, Duft? Winterzeit. 
Hier oder Marrakech.
Exit. 
Bedeutung? 

Abfahrt, Ausfahrt, Ausgang – Ausweg ? 
Ja. Einfach so – als Möglichkeit!

Fotos@Claudia Burger

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Die Geschichte vom sich begegnen.

Manchmal möchte man nur träumen und Sinneswandeln! Oder ?

Als ich vor drei Monaten in die Kurzarbeit geschickt wurde, in und am Ende und am Anfang einer Zeit, in der alle Werte die im menschlichen Miteinander in verschiedenem Kontext auf dem Kopf standen begann ein Weg.

Nun ist dieser beschritten, zumindest sind Wochen ins Land gegangen, um zu reflektieren. Die Corona Krise dauert an, mein Job als Weleda Markenbotschafter geht im September weiter, bzw gibt’s wieder Anbindung an Dienstliches. Das menschliche Begegnen wird auch neu sein, alte Werte – Botschaften überprüft. 

Da ist also diese Krise, diese Pandemie. Dieses wieder neue Virus welches bedroht, Gesundheit und Freiheit, Ängste schürt, überlagert vieles. Aber ich kenne mich aus in Ängsten. Sag ich mit einem Zwinkern. (-;  Habe ua eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Damals lernte ich, was „quer“ im Kopf und Seele scheint, ist dann krank wenn’s schadet, einem selbst oder anderen. Nur dann! Außerdem hatte ich vorletztes Jahr auch eine schlimme Krebs Diagnose, welche sich nach Monaten als eine Art voreilige Fehleinschätzung herausstellen sollte. Ich erlebte damals wie flüchtig Ängste sein können.
Flüchtig wie Flucht. Puh.

Manchmal möchten Menschen flüchten, sich weg ducken. Nicht immer aus Feigheit, oft aus Kraftlosigkeit. Ja, manchmal ist man „müde“. Aber mir fällt auf – das Wort „mutig“ ist fast ähnlich aber eben voller Kraft – für sich und andere zu kämpfen, nach Wahrheiten zu suchen , dafür einzustehen. Gerade in der heutigen Zeit scheinbar wichtiger denn je. Im privaten, im Job, in der Gesellschaft. In vielen Diskussion, Telefonaten und persönlichen Gesprächen lernte ich in den letzen Monaten, das es wirklich darum geht, Position zu beziehen … oder einfach nur zu entscheiden, selbst im jeweilig eigenen Umfeld wenigstens bewusst „Kleines mit Liebe zu tun“, ohne einem Populismus oder Machtmenschen aufzusitzen.

Bleibt man authentisch zu sich selbst, entlarven sich oft einfach Dinge im außen von selbst. Menschen, Demagogen, unklare Situationen. Geduld also! 

Und das schöne, in diesen Raum- & Zeitslots entstehen neue Dinge – und von diesen möchte ich weiterhin berichten. Dem „sich begegnen“. 

Ich darf dankbar sagen, viele Freundschaften habe ich schon lange in meinem Leben, aus der Schule, im Internat. Wegbegleiter habe ich kaum verloren, oder selbst entschieden, den näheren Kontakt zu beenden. Mir fällt gerade nur eine bedauernswerte Freundin ein. Schade drum, aber sie verlor sich selbst!

Und eine andere Freundin kam dazu. So geht’s! Danke! Früher waren wir Arbeitskollegen und heute arbeitet sie für andere und sich selbst – wir haben schönste mannigfaltige Ebenen des Austauschs gefunden. Eine schier nicht endende Themenwelt verbindet uns.
Ich zitiere eine andere wunderbare Frau, welche diese Dinge auf den Punkt brachte, worums geht :

„…natürliche Neugierde und Dynamik Neues auszuprobieren – sinnhaftes zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln…“

Ja! Danke für die klare Einschätzung! 
Ich liebe es – dies weiterzugeben, an liebe Menschen, für das große Ganze!

Wir lassen euch teilhaben. Es war so einfach. Obst, gespeicherte Vitamine, Power aus der Natur, zu wertvolles, um es nicht vergammeln zu lassen. Unser Projekt hieß „ Dörrobst“.  Wir sammelten, mein Freund hilf schnippeln, und der neue Automat tat gute erste Dienste. Wir googelten den Unterschied zwischen Zwetschken (die dicken blauen), die alten Bauernpflaumen Sorten (kleine ovale blaue), Mirabellen (rote und gelbe Fruchtkügelchen an uralten wildverwachsenen Heckenbäumen). Dazu kamen Klaräpfel (augustreife, junge, hellgrüne) und ein Korb spätere Äpfel ( unreif, hart (-; . Denn leider brach in der Trockenheit diesen Sommers ein Ast ab. So landete die Fülle bei mir im Korb. Und dieses Bad in der Natur war herrlich. Und genau so herrlich das Ergebnis unseres Dörrobst Testes…. hmmmmm – so lecker!

Was mir da wieder alles begegnete – Danke, toll! 
Momente, Macher, Menschen!

Die Lehre daraus: offen bleiben wie der Sternthaler! 
In diesen Sommerabenden fliegen wohl gerade viele Sternschnuppen über uns hinweg…. wenn du das also liest… schaue kurz nach oben in Richtung Himmel – und träume !

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Vom Wesen der Pflanzen und dem eigenen Sein im Garten

Ein kurzer Post am Morgen …
nach einem langen Tag, einer kurzen Nacht, in der ich Obst Kuchen backen durfte, verschiedene Marmeladen einkochte und auch Früchte mit Alkohol eingelegt habe. 
Es ist der letze Juli Tag und einige Monate, in denen ich mich meinem „neuen alten Garten“ bekanntmachen konnte sind vorbei, und scheinbar mit großer farbig fruchtiger Wucht beginnt ein neuer Monat, der August und beschenkt mich/ uns mit einer Vielzahl herrlicher Früchte.
Demütig danke ich abermals Mutter Natur. Ich versuche sie hier zu „betreuen“, nicht zu domestizieren! Und nun entdecke ich überall die prallen Beeren. Lebensprall. Und all das Gartenparadies um mich herum, es gibt meinem Sein einen Sinn. Ich wünschte, es mit FreundInnen teilen zu können. Es gibt einige die leiden an Krankheit, andere sind aus der Bahn geworfen, durch die Corona Zeit. Es ging um fehlende Schulbetreuung, oder Anbindung an Jobs. Manchen fehlt Fürsorge. Anderen wird mit Abstand bewusst, in welchen schlimmen Strukturen sie sich üblich bewegen. Mir werden menschliche Verhaltensweisen bewusst. Familie, Partner, Freunde, Kollegen, Vorgesetzte. Schlimmes und Gutes. Meine eigenen. Nicht immer ist der psychische Spiegel eine nur positive Klarheit. Upps. 
Und nun die Beeren im Garten. Ich entdeckte die schwarzen, im Sonnenlicht glänzenden.


In einem Buch von Roger Kalbermatten „Wesen und Signatur der Heilpflanzen“ las ich wunderbares zu ihr. Zitat:

„ Das Wesen der Schwarzen Johannisbeere ( botanischer Name: Ribus nigrum) symbolisiert das Verlangen nach einer symbiotischem Einheit mit Gleichgesinnten. … der Ribus nigrum Typ leidet unter Polarität und Widersprüchlichkeit des Lebens…Die Wesenkräfte der Schwarzen Johannisbeere unterstützen den Menschen mit dem erwähnten Einheitsbedürfniss … „

Wunderbares Buch! Und tolle Botschaften. Wie immer meine Botschaft – es lohnt sich hinzusehen, immer und immer wieder authentisch zu sein, für sich und andere zu kämpfen, den Versuch anzustellen, Missstände aufzudecken und vielleicht einfach nur mit Freundlichkeit und Liebe in die Welt hinein zu wirken. 
Bekommt jeder was er soll? Gibt es ein Schicksal?
Ich nehme mit einem Zwinkern das Beerenobst an. Und als Botschafter für gute, ganzheitliche Dinge, weiß ich, es bedarf eigene Kraft, die man stärken muss. Also schwups das Beerenobst geerntet , eingekocht. Süßes, magisches zum verwöhnen der Seele. Oft kann man den Sommer im Glas schmecken. Und was soll ich sagen… mit einer Tonka Bohne verfeinerte ich noch die Stachelbeeren. Die Tonka gibt zusätzlich einen süßlich, warmen, etwas vanilligen Geschmack. So kommt etwas sinnlich „einhüllendes“ auf die Geschmack Rezeptoren zu. Und wie passend las ich – das in der Traumdeutung die Stachelbeere wohl für „sinnliches Verlangen“ stünde. Nunja. Ich jedenfalls schlief gut. Mit einem Lächeln beginne ich den Tag – und dem Wissen, das Wesen der Pflanzen wird mein eigenes Sein weiter „aufblühen“ lassen. Im Garten des Lebens! 

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Für alle Sinne

Heute ist der letze Juni Tag und im Garten werden die Pfingstrosen etwas müde vom Dauerblühen. All die herrlich duftende Üppigkeit hatte mich ja täglich begrüßt, die vollen Blüten mit den leuchtenden Farben. Die fünf oder sechs alten Sorten an meinem Gartenweg. Ein Geschenk für alle Sinne. Ich musste selbst nachlesen. Es gibt wohl ungefähr 30 Arten dieser bunten Blütenträume, heißen auch Päonien. Was ich auch las, waren zauberhafte Sagen-Geschichten: angeblich stammt der Name vom griechischen Götter Arzt „Paian“ der ab. Mit der Pflanze wurden Wunden des Gottes der Unterwelt -Pluton geheilt. In der Literatur finden sich auch Zeilen, das man mit dem Saft andere zum Leben erwecken könne. 
Nun denn dachte ich, wo ich selbst am Leben aber vor allem auch immer neugierig bin, sollte etwas damit anzustellen sein. So richtig fand sich kaum Informationen, ob ich die Pfingstrosen weiterverarbeiten könnte. Also hab ich kurzerhand versucht, Sirup herzustellen. Es war vorallem eine schöne, erfüllende Arbeit. 

Ich pflückte vier verschiedene sehr große und toll duftende Blüten.  
Die weissrosarote Farbwelt machte gute Laune und die Reste der Blüten bedufteten mir noch tagelang die Räume im Gartenhaus. 
Angepasst an ein Rezept kochte ich 500g braunen Zucker im halben Liter Wasser auf. Damit übergoss ich die Blüten. Nach zwei Tagen Ruhe für die im Kühlen abgedeckte Schale, wurde diese einfache Art Pflanzen Auszug nochmal mit 10 Gramm Zitronensäure aufgekocht und in gut gesäuberte Fläschchen gefüllt. Geschafft.


Nun gibt’s im Sommer Pfingstrosen Sirup Sprudel. Die Gäste freuen sich und mich begleitet das heimlich beglückende Wissen über diese Blumen Wonneproppen… und ein Hauch ihrer Duft und Farbenpracht. 
Für alle Sinne. 

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RÄUCHERN – EIN ERLEBNIS

Was man verspricht sollte man halten, das lernt man schon in Kindertagen. Und ja, ebenfalls scheint es uns in die Wiege gelegt zu werden, etwas mit dem Feuer zu spielen, das warm – wohlig – gemütliche zu schätzen. Ja vielleicht, wie unsere Vorfahren eben zu räuchern. Ich tat es. Diese Rituale sind tatsächlich auch etwa ganz besonderes. Gerade, wo ich doch als praktischer Anwender ätherischer Öle eher auf diese Nutzung in meinem Alltag zurück greife, lernte ich für mich nun wieder eine neue Stufe von Sinne – Erlebnis – Qualität kennen.

Wie berichtet, hatte ich auf der Suche eines ätherischen Mastix Öls einen online Shop, www.weihrauchwelt.de entdeckt. Mein Paket kam an. #unbezahltewerbung – als Information zwischendurch: ich bin hier eine private Person, bekomme kein Geld für Beiträge wie viele übliche Blogger, die beinahe zufällig über alle möglichen Produkte schreiben, diese sind in der Regel bezahlt, ich nicht. Zugegeben waren vorerst ca 36€ nicht preiswert , aber als ich meinen ersten praktischen Brenner, dazu Mastix Öl & Perlen und grünen Weihrauch ausgepackt hatte, war ich sehr gespannt. Mit einer Freundin erlebte ich eine wunderbare Duftwelt. Wir waren begeistert von der niedrigen Schmelztemperatur und der Wirkung. Der Raum füllte sich mit Duft, wir reflektierten unsere Themen und freuten uns mehr über die Harze zu lesen. Ein phantastisches Gleichnis.

Harze an Sträuchern und Bäumen, an Stellen die deren Wunden sind. Harze verschließen und heilen. Vermögen sie also auch unser seelischen Wunden zu heilen? Ganz traditionell gibt es Jahrhunderte alte Anwendungen. Diese live von so hoher Qualität selbst wahrzunehmen ist ein Geschenk. Ich habe es infolge noch einige Tage ausprobiert. Ich weiß nicht, ob es die Vollmond Tage waren aber ich fühlte mich besonders. Ich fühlte mich geborgen, geborgen bei mir selbst. Der grüne Weihrauch Duft war frisch und voll zugleich. Die Mastix Perlen irgendwie leicht und ergreifend. Beides wohl irgendwie sinnlich, um sich entspannt fallen zu lassen. War ich benebelt? In jedem Falle beseelt. Und fern vom Alltag konnte ich Kraft für eben diesen sammeln. Dieser, der auch mir gerade viel abverlangt. Vielen anderen auch. Manchmal wünschte man sich nur gute Energie und nette Menschen um sich herum … und Orte, um mit diesen dort zu sein! Und diese Orte gibt es, lassen sich finden – oder schaffen: mit gutem Wohlgeruch! Lasst uns gemeinsam Sinneräume schaffen !

Euer Sinneraum, René  

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NATUR!

…ein letztes kurzes Video aus der Natur. Demnächst erwarte ich ein tolles Paket mit Räucherstoff.

Bleibt dran – Bleibt neugierig!